Singapur: Blockchain-Zahlungsplattform bereit für Markteinführung

Die Behörden in Singapur gaben heute bekannt, dass ihr Blockchain-Zahlungsprojekt namens Ubin abgeschlossen und bereit für einen kommerziellen Start sei. 

Die Singapurer Finanzbehörde MAS hat im Jahr 2017 das Projekt Ubin erstmals gestartet. Dabei war zunächst geplant, einen digitalisierten Singapur-Dollar (SGD) zu entwickeln. Der nächste Schritt waren die Erforschung der Blockchain- und Distributed-Ledger-Technologie, um ein System für das Clearing und die Abrechnung von Zahlungen und Wertpapieren unter Verwendung digitaler SGD zu erarbeiten.

Für die letzte Phase des Projekts arbeitete die MAS mit der Singapurer Investmentgesellschaft Temasek und der amerikanischen Investmentbank JPMorgan zusammen. 

Die MAS hatte die Entwicklung eines Prototyps des Zahlungsnetzwerks im November 2019 abgeschlossen. Seither testet die Behörde das System. Dabei wird steht die reibungslose Funktion mit kommerziellen Blockchain-Anwendungen im Vordergrund.

Laut einer offiziellen Ankündigung der MAS soll das Zahlungsnetzwerk eine Schnittstelle für „andere Blockchain-Netzwerke zur nahtlosen Verbindung und Integration“ bieten.

Das System soll unter anderem schnellere und billigere grenzüberschreitende Zahlungen in mehreren Währungen, den Umtausch von Fremdwährungen und die Abrechnung von auf Währung lautenden Wertpapieren ermöglichen, so Reuters.

Führend in Sachen Blockchain- und Krypto-Innovation

Letzten Monat erklärte Ravi Menon, der Geschäftsführer der MAS, dass das Land eng mit China zusammenarbeiten wolle, um mit einer digitalen Zentralbankwährung zu experimentieren.

Abgesehen von den staatlich geförderten Blockchain-Projekten boomt auch der Singapurer Privatsektor mit Blockchain- und Krypto-Innovationen. In den vergangenen 12 Monaten hat die Zahl der Blockchain-Unternehmen im ganzen Land um 50 Prozent zugenommen.

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